PROJEKT:
Freilautzeichnen

Zeichnen nach Geräuschen – Erstellung einer Lautwanderkarte

Die Geräuschkulisse einer Landschaft spielt für die visuelle Wahrnehmung eine große Rolle. Sie erzeugt ein Bild im Kopf, bevor die Geräuschquelle sichtbar wird. Im Wald hört man das Brummen der LKWs auf der Fernstraße, und man kann sich ihre Distanz, Geschwindigkeit und Größe vorstellen. Nach den zwitschernden Vögeln muss man lange suchen, wenn man sie sehen will. Den Wind spürt man auf der Haut und er braust in den Ohren, aber man sieht ihn nur in dem, was er bewegt …

Kann die Vielzahl an Geräuschen auch für jedermann sichtbar gemacht werden? Und wenn ja, wie lässt sich dies umsetzen? Diesen Fragen widmeten sich die Teilnehmer des Projektes.

Der Berliner Künstler Thorsten Streichardt ging gemeinsam mit den Jugendlichen der 10. Klasse der Realschule Alexanderstraße auf Wandertouren rund um das Oldenburger Hörzentrum, dem Zentrum für Hörforschung. Auf diesen Wandertouren haben sie markante Lautszenen in Bleistiftzeichnungen festgehalten. Dabei wurden sowohl die Umgebungs- als auch das Zeichengeräusch aufgenommen.
Die Zeichnungen wurden anschließend eingescannt und zu einer Lautwanderkarte zusammengestellt. Eine CD mit den Tonaufnahmen ergänzt die Karte.

Die Besucher der Ausstellung können schauen und mitzeichnen: Wie ließen sich die Zeichnungen, also die künstlerischen Daten der TeilnehmerInnen zusammentragen und welche Kriterien entwickelten sich in der Auseinandersetzung, die zur Erstellung der regionalen Audiokarte führte?

Projektpräsentation

Teilnehmende: Klasse 10. Begabtenförderung Kunst
Lehrerin: Silvia Gramsch

Projektpräsentation/Führung: 25.09.2009 ab 17.00 - 20.00 Uhr (in Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaft)
Präsenationsdauer: von 19.09. - 25.09.2009
Ort: Hörzentrum, Marie-Curie-Strasse 2


Das Projekt wurde in der Kooperation mit dem Hörzentrum/Dr. Corinna Pelz realisiert.